Der Einstieg in die patientenindividuelle Verblisterung lässt sich strukturiert vorbereiten und Schritt für Schritt umsetzen. Von der ersten Planung über die technische Einrichtung bis zur Auslieferung der Wochenblister gibt es einen klaren Fahrplan.
Für eine entspannte Umstellung empfehlen wir, etwa vier Wochen Vorlaufzeit einzuplanen. Bei einer kleineren Patientenzahl und guter Vorbereitung kann der Start auch schneller erfolgen.
Das BlisterCenter Aschaffenburg begleitet Sie durch die einzelnen Schritte bis zur ersten regulären Versorgung.
Der Fahrplan auf einen Blick:
Versorgung planen → Software & Vertrag → Daten vorbereiten → Testlauf → Starttermin festlegen → Produktion & Lieferung
Schritt 1: Versorgung und Start gemeinsam planen
Am Anfang steht die Frage: Wer soll ab wann verblistert versorgt werden?
Gemeinsam klären wir die wichtigsten Rahmenbedingungen:
- Werden ein Pflegeheim, ein ambulanter Pflegedienst oder Privatpatienten versorgt?
- Mit wie vielen Patienten möchten Sie starten?
- Ab wann soll die Verblisterung beginnen?
- Wie soll der organisatorische Ablauf aussehen?
- Wer ist der feste Ansprechpartner?
So entsteht von Beginn an ein klarer Plan für die Umstellung.
Schritt 2: Heimbelieferungssoftware und Schnittstelle einrichten
Grundvoraussetzung für die Auftragsübermittlung ist eine geeignete Heimbelieferungssoftware.
Ist bereits eine entsprechende Software vorhanden, wird geprüft, wie die Auftragsdaten an das BlisterCenter übertragen werden können.
Falls Sie noch keine Heimbelieferungssoftware nutzen, empfiehlt sich zunächst die Rücksprache mit dem Ansprechpartner Ihres bestehenden Warenwirtschaftssystems. Viele Systeme bieten entsprechende Lösungen oder Anbindungen an.
Anschließend werden der Vertrag mit dem BlisterCenter abgeschlossen und die Datenübertragung eingerichtet. Falls notwendig, erfolgt zusätzlich eine Schulung durch den jeweiligen Softwareanbieter.
Kurz gesagt: Software einrichten, Verbindung herstellen – und die technische Grundlage steht.
Schritt 3: Medikationsdaten und Rezepte vorbereiten
Im nächsten Schritt werden die Daten für die spätere Regelversorgung vorbereitet.
Dafür sind im Wesentlichen drei Aufgaben notwendig:
- Medikationspläne in der Heimbelieferungssoftware einpflegen
- benötigte Rezepte organisieren
- Sortimentsabgleich mit dem BlisterCenter
Aus den hinterlegten Medikationsdaten wird später der Blisterauftrag erstellt.
Nach dem Hochladen erfolgt ein Abgleich mit dem verfügbaren Sortiment des BlisterCenters. Ist ein benötigter Artikel nicht verfügbar, werden mögliche Alternativen angezeigt und können direkt im Auftrag angepasst werden.
Das Rezeptmanagement bleibt dabei weiterhin Aufgabe der Apotheke.
Schritt 4: Testauftrag durchführen
Bevor die reguläre Versorgung startet, testen wir den gesamten Prozess einmal gemeinsam.
Nach Vertragsabschluss und Einrichtung der Datenübertragung wird ein Testpatient wie „Max Mustermann“ angelegt.
Der Ablauf ist einfach:
Testpatient anlegen → Testauftrag erstellen → Auftrag übertragen → Testauftrag produzieren → Versand an die Apotheke → Daten gemeinsam prüfen
Dabei wird unter anderem kontrolliert:
- Funktioniert die Datenübertragung?
- Werden die benötigten Patienten- und Medikationsdaten vollständig übertragen?
- Kann der Auftrag technisch korrekt verarbeitet und produziert werden?
- Entspricht der hergestellte Testblister den Erwartungen?
So lassen sich mögliche Unstimmigkeiten bereits vor dem ersten Echtauftrag erkennen und beheben.
Erst testen, dann regulär starten.
Schritt 5: Produktionstag und ersten Einnahmezeitpunkt festlegen
Jetzt wird konkret festgelegt, wann die erste reguläre Versorgung beginnen soll.
Dazu stimmen wir gemeinsam den Produktionstag und den ersten Einnahmezeitpunkt ab. Maßgeblich ist, wann das Pflegeheim, der Pflegedienst oder die Privatpatienten ihre Wochenblister benötigen.
Ein Beispiel:
Dienstag bis 11:00 Uhr: Auftrag übermitteln
Mittwoch: Produktion
Nacht zum Donnerstag: Auslieferung
Der genaue Rhythmus wird passend zur jeweiligen Versorgung festgelegt.
Damit ist eindeutig geregelt, wann Aufträge übermittelt werden müssen, wann produziert wird und wann die Blister zur Verfügung stehen.
Schritt 6: Auftrag übertragen, produzieren und ausliefern
Nach erfolgreichem Test beginnt die reguläre Versorgung.
Der wiederkehrende Ablauf bleibt übersichtlich:
- Medikationsplan aktualisieren
- Blisterauftrag erstellen
- Auftrag hochladen
- Sortiment abgleichen
- Auftrag freigeben
- Produktion im BlisterCenter
- Auslieferung
Bei vorhandener Schleuse kann die Anlieferung über eine Nachtlieferung erfolgen. Ohne Schleuse erfolgt die Zustellung per Tagtour, in der Regel zwischen 09:00 und 18:00 Uhr.
Damit ist der Prozess etabliert und kann für die folgenden Versorgungszyklen wiederkehrend genutzt werden.
Was bleibt Aufgabe der Apotheke?
Auch bei der Zusammenarbeit mit einem Blisterzentrum bleibt die Apotheke der zentrale pharmazeutische Ansprechpartner für ihre Patienten und Versorgungspartner.
Die Aufgaben sind klar verteilt:
- Das Rezeptmanagement bleibt in der Apotheke.
- Die Medikationsdaten werden durch die Apotheke gepflegt.
- Medikationsänderungen werden über die Software übermittelt.
- Die Warenbestände werden der Apotheke virtuell zugeordnet.
- Die entsprechenden physischen Bestände befinden sich für die Produktion beim BlisterCenter. Die Medikamente werden vom BlisterCenter bezogen
Das BlisterCenter übernimmt die maschinelle Herstellung der patientenindividuellen Blister im Auftrag der Apotheke. Die Apotheke behält damit die Steuerung der Versorgung, während die Herstellung in einen spezialisierten Prozess ausgelagert wird.
Von der Entscheidung zum ersten Wochenblister
Der Einstieg in die Verblisterung muss kein kompliziertes Projekt sein.
Mit einem klaren Fahrplan lässt sich die Umstellung strukturiert vorbereiten:
1. Versorgung planen
2. Software und Schnittstelle einrichten
3. Medikationsdaten vorbereiten
4. Testauftrag durchführen
5. Start und Produktionstermin festlegen
6. Produktion und Lieferung starten
Sie möchten wissen, wie der Einstieg in die Verblisterung für Ihre Apotheke konkret aussehen kann? Sprechen Sie mit uns. Gemeinsam planen wir die nächsten Schritte bis zur ersten regulären Blisterversorgung.